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Die häufigsten Fragen von Patienten zu Wurzelbehandlungen

Wir möchten, das Sie informiert sind.

Hier beantworten wir Ihre häufigsten Fragen.

Ist eine Wurzelbehandlung durch eine vorhandene Krone möglich ?

Wenn bei einem Zahn die Notwendigkeit einer Wurzekanalbehandlung festgestellt wird, und der Zahn ist schon überkront , werden wir oft gefragt, ob wir die nötige Wurzelbehandlung durch die vorhandene Krone hindurch machen können.

Generell finden wir dir Frage logisch, denn natürlich wollen auch wir Ihre Zahnrestauration retten. Leider geht das aber nicht immer, und eine genaue Antwort können wir erst nach einer Untersuchung mit ersten Röntgenaufnahmen und 3D-Aufnahmen geben. Erst einmal müssen wir Dichtigkeit und Freiheit von Karies einer Krone ( oder einer anderen “Suprakonstruktion“, wie es in der Fachsprache heißt) überprüfen. Weiter müssen wir auch „behandlungsstrategisch“ einen möglichst axialen Zugang zu den Kanälen des Zahnes bewerten. Wenn eine Suprakonstruktion nicht dicht ist, dann hat man nach sehr kurze Zeit Reinfektionen von Wurzeln, wenn der Zugang zur Zahnwurzel nicht axial ist, erntet man z.b. Komplikationen in Form von abgebrochenen Instrumenten, Schwächung vom vorhandenem Zahnersatz, Abplatzung von Verblendungen, was dann die Funktion und Ästhetik der Krone beeinträchtigt. Jede Wurzelbehandlung beginnt von Aufräumen von oben her („präendodontischer aufbau“, Füllung,).

Wir können also Frage nicht pauschal beantworten, denn es kommt auf den jeweiligen Einzelfall an. Zum Beispiel ist meisten die Wurzelbehandlung durch die künstliche Krone hindurch möglich, wenn die Krone adhäsiv befestigt bzw. „dicht“ ist und der Zahn ansonsten auch kariesfrei ist. Bei einer adhäsiven Befestigung ist die Krone, im Unterschied zu einer Zementbefestigung, anhaftend und dicht mit der darunter liegenden Zahnsubstanz verbunden.

Aus unserer Erfahrung wissen wir, und dies zeigen auch wissenschaftliche Untersuchungen, dass der Behandlungserfolg einer Wurzelkanalbehandlung nicht nur davon abhängt, ob die Wurzelbehandlung mit sehr guter Qualität ausgeführt wird, sondern ebenso sehr davon, ob langfristige Dichtigkeit der Supraconstruction ( Adhäsive Füllung, Teilkrone , Krone)gesichert ist. Eine undichte Suprakonstruction reduziert Erfolg von Wurzelbehandlung signifikant. z.B. in einer Untersuchung von Ray & Trope (1995) den durchschnittlichen Erfolg der Wurzelkanalbehandlungen von 91,4 % auf 44,1 %. Andere Studien zum „koronalem Leakage“ ( so heisst „Undichtigkeit von oben in zahnärztlicher Sprache) zeigen eine Reinfektion des Kanalsystem schon nach sieben Tagen ,wenn der Zahn nicht gut genug verschlossen und versorgt war.

Die Krone vor der Wurzelbehandlung zu entfernen, hat in der Praxis insgesamt „handwerkliche“ Vorteile, die aber oft auch auszugleichen sind. Es ist also aus verschiedener Hinsicht von Vorteil, die Wurzelkanalbehandlungen mit einer Erneuerung der Krone oder Teilkrone zu kombinieren, um einen möglichst hohen Therapieerfolg zu erwarten. Bei Kronen, die Teil einer großen und neuen prothetischen Arbeit sind, kann aber auch die Entscheidung angemessener sein, die Behandlung durch die vorhandene Krone hindurch auszuführen.

Ihr Team von Endoberlin-süd


Unterschung von Ray & Trope (1995): „ Periapical status of endodontically treated teeth in relation tot he technical quality of the root filling and the coronal restauration“. Diese Studie hat Aktualitätt immer noch nicht verloren.Das war eine sehr grosse Studie , die in unterschiedlichen Variationen wiederholt war und immer noch in jeder Weiterbildung/ Curriculum/ master of Science Studie gerne zitiert wird

Ergebnisse exemplarisch zusammengefasst:

Gute Suprakonstruction= dicht, kariesfrei

gute WKB-=WKB mit Kofferdam, mit Kanallängemessung, mit wissenschaftlich anerkanntem Spüllunhgsprotokoll, mit Mikroscop

SupraconstructionWurzelkanalbehandlungErfolgsrate
gut gut 91,4 %
gut schlecht 67,6 %
schlecht gut 44,1 %
schlecht schlecht 18 %

 

Wurzelbehandlung, Provisorium? Und danach?

– mehr zur „postendodontischen Versorgung“

Nach einer abgeschlossenen oder während einer laufenden Wurzelkanalbehandlung ist zunächst eine sichere provisorische Versorgung des Zahnes nötig. Die Art der Versorgung des Zahnes ist maßgeblich von der Größe des Substanzdefektes abhängig. So kann eine direkte Komposit-Restauration als Verschluss ausreichend sein, z.B wenn der Defekt überschaubar ist und mit einer Komposit-Füllung ein dichter Kontakte zu Nachbarzähnen auch erreicht werden kann. In anderen Fällen kann ein hochwertiges, individuell gefrästes Provisorium aus PMMA mit moderner CEREC - 3D Technologie angebracht sein (etwa, wenn eine insuffiziente Krone vorher abgenommen werden musste).

Nach der Behandlung muss zunächst die weitere Belastbarkeit (prothetische Wertigkeit) des Zahnes klinisch und röntgenologisch überprüft werden. Sind die Schmerzen weg? Wie weit ist der Stand der Ausheilung der festgestellten Entzündung? Sind weitere Behandlungen oder Maßnahmen nötig ? All diese Faktoren werden in der unmittelbaren Phase während oder nach der Wurzelkanalbehandlung überprüft und evaluiert. Auch die Ausheilung des umgebenden Zahnfleisches ist für die definitive Versorgung sehr wichtig. Das intakte Zahnfleisch spielt nämlich eine Rolle für dichte (adhäsive) Befestigung der späteren Kronenversorgung. Wir wollen gerne einmal mit zwei Mythen aufräumen. 1) Wurzelbehandlung schwächt den Zahn nicht, wie oft behauptet, oder nur ganz minimal! ( laut Studien 2% - also minimale Schwächung) Hauptsächlich macht stattdessen das Volumen der verlorenen Zahnhartsubstanz einen Einfluss auf die Prognose des Zahns. 2) Eine Krone macht den Zahn nicht fester, nicht stabiler, wie oft behauptet. Oft im Gegenteil, denn im Seitenbereich stehende Zähne können durch Überkronung geschwächt werden , weil durch das Abschleifen noch mehr Zahnhartsubstanz verloren geht.

Generell gilt, dass bei kleineren, 1-2-wandigen Defekten eine Komposit-Restauration völlig ausreichend ist, bei größeren Defekten ist eine adhäsiv-zementierte Teilkrone das Mittel der ersten Wahl.

Wenn die Situation des Zahnes zuverlässig beurteilt werden kann, wird die provisorische Füllung, Teilkrone oder Krone durch eine endgültige Versorgung ersetzt. Dabei bestimmt die Größe des Substanzdefektes die Art der Versorgung. Nicht immer ist eine Krone notwendig, denn wie schon erwähnt schwächt eine Wurzelbehandlung den Zahn nur kaum und muss dementsprechend auch nicht immer durch eine Krone stabilisiert werden. Häufig ist eine Teilkrone indiziert, die von uns immer adhäsiv und dicht befestigt wird.

Was ist Endodontie und was ist eine Wurzelkanalbehandlung?

Die Endodontie beschäftigt sich mit dem Inneren des Zahnes.

img zahnaufbau

Ein Zahn besteht aus der sichtbaren Zahnkrone und aus einer je nach Art des Zahnes unterschiedlichen Anzahl von Zahnwurzeln. Mit seinen Zahnwurzeln ist der Zahn fest im Kieferknochen verankert. Unterhalb der Zahnkrone aus Zahnschmelz und Dentin und in schmalen Kanälen innerhalb der Zahnwurzeln befindet sich das Zahnmark, die sogenannte „Pulpa“. Die Pulpa ist von Blutgefäßen, Nervenfasern und Bindegewebe durchzogen. Sie sorgt z.B. für die Temperatur-, Druck- und Schmerzwahrnehmung des Zahnes. Ein ausgewachsener Zahn kann jedoch auch ohne seine Pulpa weiter im Mund bestehen, er wird von dem umgebenden Knochengewebe erhalten.

Die Pulpa eines Zahnes kann sich durch verschiedene Ursachen entzünden, z.B. durch eine tiefe Karies-Schädigung. Es gibt auch eine Reihe von anderen möglichen Gründen hierfür (Frakturen, Behandlungstraumen, thermische oder chemische Reizung, aufsteigende Entzündungen bei Parodontitis etc.).

Eine Wurzelkanalbehandlung oder kurz Wurzelbehandlung hat das Ziel, eine Entzündung im Inneren des Zahnes bis in die Wurzelkanäle hinein zu beseitigen. Heute können durch Wurzelbehandlungen mit modernen Methoden auch Zähne mit einem sehr komplexen und verzweigten Wurzelkanalsystem erfolgreich behandelt werden. Durch eine vollständige Beseitigung des infizierten Gewebes im Inneren von Zahn und Zahnwurzeln und durch die anschließende vollständige, bakteriendichte und dreidimensionale Füllung der Wurzelkanäle kann der Zahn dauerhaft gesund im Mund erhalten werden.

 

Wurzelbehandlung - der Ablauf

In einem vorausgehenden Untersuchungstermin wird der betroffene Zahn untersucht einschließlich digitaler Röntgenaufnahmen. Als Patient erhalten Sie von uns in einem Aufklärungsgespräch eine Befundeinschätzung und eine Einschätzung der notwendigen endodontischen Behandlungsmaßnahmen.

Abbildung 1 veranschaulicht die möglichen Untersuchungsergebnisse einer entzündeten Pulpa (linke Seite) und einer schon abgestorbenen Pulpa mit kleinen Abszessen, d.h. chronischen Entzündungsherden, an der Zahnwurzelspitze (rechte Seite). In dem Bespiel sind die Schädigungen des Zahnmarks durch eine tiefe Kariesläsion des Zahnes verursacht.

img endodontie step by step 1

Die Wurzelkanalbehandlung selbst erfolgt im Normalfall in ein oder zwei separaten Behandlungssitzungen. Die Abbildungsreihe unten verdeutlicht den Ablauf. Über die gesamte Behandlung bekommen Sie eine wirksame Betäubung, so dass Sie keine Schmerzen spüren können. Am Anfang der Behandlung wird um das Behandlungsfeld herum ein elastisches Tuch gespannt (ein sogenanntes „Kofferdam“). So bleibt nur der zu behandelnde Zahn frei und ist während der Behandlung vor Speichel und Bakterien geschützt.

Der Zahnarzt schafft dann durch den Zahn hindurch einen Zugang zur Pulpakammer und zu den Wurzelkanälen des Zahnes. Mit elektronisch regulierten, rotierenden Instrumenten – hochflexible und äußerst dünne Feilen aus einem Nickel-Titan-Material – wird anschließend das ganze erreichbare Wurzelkanalsystem gereinigt und von geschädigtem Gewebe befreit (Abbildung 2).

img endodontie step by step 2

Durch die extreme optische Vergrößerung des Dental-Mikroskops kann hierbei sichergestellt werden, dass tatsächlich alle vorhandenen Wurzelkanäle gefunden werden und keine infizierten Gewebereste in den Wurzelkanälen verbleiben. Mithilfe von Meßverfahren zur Kanallängenmessung und von digitalen Röntgenbildern kann zudem die Länge und der Verlauf auch sehr stark gekrümmter Wurzelkanäle zuverlässig bestimmt werden. In mehreren Durchgängen wird anschließend das Wurzelsystem durch Spülungen und Ultraschallverfahren weiter gereinigt, wobei nun auch feinste Seitenkanäle erfasst und von infiziertem Gewebe befreit werden (Abbildung 3).

img endodontie step by step 3

Nachdem die Wurzelkanäle desinfiziert und vorbereitet sind, wird das gesamte Wurzelkanalsystem, einschließlich vorhandener Seitenkanäle, mit einem für diese Zwecke besonders geeigneten Füllungsmaterial dreidimensional gefüllt und bakteriendicht verschlossen (Abbildung 4).

img endodontie step by step 4

Je nach vorhandener Zahnsituation kann der Zahn dann nach angeschlossener Wurzelbehandlung mit einem Keramik-Onlay, einer Teilkrone oder einer Krone versorgt werden (Abbildung 5).

img endodontie step by step 5

Zahnwurzelentzündung - Was ist die Ursache?

Am Anfang steht die genaue Diagnose

Zahnwurzelentzündungen können vom Zahnmark ausgehen (Pulpitis) oder im Gewebe um die Wurzelspitze herum lokalisiert sein (Parodontits apikalis). Es können chronische Formen und akute Formen unterscheiden werden, diese können jeweils ineinander übergehen. Bei chronischen Entzündungen ist mitunter kein oder wenig Schmerz vorhanden oder Schmerzen treten nur ab und zu auf. Häufig kann der Patient den Schmerz auch nicht genau lokalisieren. Akute Formen sind oft mit starken Schmerzen verbunden. Beginnende Zahnwurzelentzündungen können sich auch zurückbilden.

Um die Ursache Ihrer Beschwerden zu finden, ist neben der klinischen Untersuchung eine Röntgenuntersuchung unverzichtbar. Beginnende Entzündungen sind mitunter trotzdem schwer diagnostizierbar. Auch gibt es nicht immer eine Übereinstimmung zwischen dem klinischem Befund (z.B. Art und Ausmaß von Schmerzen) und dem röntgenologischem Befund. Die digitale Volumentomographie (DVT) kann dann eine große Hilfe sein.

Befunde, die wir häufig sehen

Pulpitis ist eine Entzündung des Zahnmarks. Sie entsteht häufig durch Bakterien, welche durch Kariesbefall, Risse oder Frakturen in einen Zahn eindringen. Häufig sehen wir in der Praxis auch eine Pulpitis durch eine undicht gewordene prothetische Versorgung, z.B. ein Krone. Auch eine mechanische oder thermische Reizung kann eine Pulpitis auslösen, z.B. durch die Präparation des Zahnes für die Versorgung mit einer Krone.

Parodontitis apikalis ist eine Entzündung an der Wurzelspitze Die Bakterien gelangen aus entzündetem Zahnmark (Ursachen s.o.) durch die Wurzelkanäle bis zur Wurzelspitze des Zahnes oder seitlich über tiefe Zahnfleischtaschen in diesen Bereich.

Chronischer apikaler Abszess - Wird eine apikale Parodontitis nicht behandelt, kann sich eine chronischer apikaler Abszess entwickeln.

Warum zum Spezialisten (Qualifikation)?

Mikroskopische Wurzelbehandlungen sind von einer sehr aufwändigen technischen Ausstattung und von umfangreicher Erfahrung und Ausbildung abhängig. Deshalb gibt es Zahnärzte, die sich auf dieses Gebiet der Zahnheilkunde besonders ausgerichtet haben. Sie verfügen auch über die notwendige technische Ausstattung für die modernsten endodontischen Verfahren. Dorthin können Patienten für eine komplizierte endodontische Behandlung überwiesen werden, um dann die weitere zahnärztliche Behandlung bei Ihrem Zahnarzt wieder fortzusetzen.

Wir bieten Ihnen unsere Ausbildung, unsere strukturierte Vorgehensweise und unsere Zeit. Gerne sind wir als Experten für Wurzelbehandlung für Sie da.

Welche Alternativen gibt es zu einer Wurzelbehandlung?

Wenn das Zahnmark eines Zahnes infiziert ist, gibt es als einzige Alternative zu einer erfolgreichen Wurzelkanalbehandlung nur die Extraktion des Zahnes und die anschließende Versorgung mit einem Zahnersatz oder einem Implantat.


[Zur Frage der Alternativen informierte z.B. die Zahnärztekammer des Landes Brandenburg: „Die Wurzelkanalbehandlung ist bei entsprechender Diagnose immer die erste Wahl der Zahnerhaltung. … Eine weitere Möglichkeit, die bakterielle Infektion im Zahn zu beseitigen ist die Extraktion. Aber auch ein herausgezogener Zahn verursacht Kosten wenn die Lücke, die er hinterlässt durch eine Brücke, ein Implantat oder eine andere Versorgung geschlossen werden soll.“ ?]

Quelle: www.kzvlb.de

Wie hoch sind die Kosten für eine Wurzelbehandlung?

Die Kosten für eine Wurzelkanalbehandlung richten sich nach dem tatsächlichen Arbeits- und Materialaufwand der Endodontie - Praxis und werden nach der zahnärztlichen Gebührenordnung (GOZ) bestimmt. Die Entscheidung für oder gegen die Behandlung kann von Ihnen als Patient mit der Information eines Kostenvoranschlages getroffen werden. Die Voruntersuchungen verursachen in der Regel keine Kosten für Patienten.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für aufwändige Wurzelbehandlungen oft nur zu einem kleinen Teil. Aber auch in anderen Bereichen der zahnärztlichen Versorgung ist dies so, dass es Unterschiede zwischen den optimalen wissenschaftlich-medizinischen Behandlung und der Leistung der gesetzlichen Krankenkassen gibt (z.B. auch bei der Zahnersatz- und Implantatversorgung).

Ein wichtiges Argument bei der Entscheidung für eine Wurzelbehandlung ist, dass diese im Vergleich zur Alternative der Zahnentfernung und der Versorgung mit einem Zahnersatz oft die günstigere Variante darstellt.

[Die Zahnärztekammer Brandenburg informiert hirzu: „Zähne mit verkalkten Wurzelkanälen, starken Krümmungen (…), sehr langen, dünnen Wurzeln und verzweigten Kanälen, Zähne mit Entzündung im Kieferknochen sind heute erfolgreich zu erhalten. Sogar bei Zähnen mit alten Wurzelfüllungen und bereits durchgeführten Wurzelspitzenresektionen, gibt es heute Möglichkeiten.]

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?

Bei einer nach optimalen Standards durchgeführten Wurzelbehandlung liegen die Erfolgsraten in Abhängigkeit von der zahnmedizinischen Ausgangslage bei bis zu 95 % – dies belegen verschiedene unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen. Das heißt, es kann mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer dauerhaften Erhaltung des Zahnes gerechnet werden.

Auch die Wiederholung einer Wurzelfüllung (Wurzelfüllungsrevision) oder die mikrochirurgische Entfernung einer entzündeten Zahnwurzelspitze (Wurzelspitzenresektion) kann noch zu einem dauerhaften Behandlungserfolg führen, wenn eine frühere Wurzelfüllung nicht erfolgreich war.

Der Erfolg der Wurzelbehandlung zur Beseitigung der Zahnwurzelentzündung hängt entscheidend davon ab, ob alle Wurzelkanäle gefunden werden und sämtliche Bereiche der Wurzelkanäle vollständig gereinigt, dreidimensional gefüllt und bakteriendicht verschlossen werden können. Deshalb ist z.B. die Durchführung der Wurzelbehandlung mit dem Operationsmikroskop ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Warum ist eine heutige Wurzelbehandlung nicht schmerzhaft?

Eine Wurzelkanalbehandlung mit moderner Technik und Anästhesie ist nicht schmerzhaft. Schmerzen bei der Behandlung können durch die Lokalanästhesie in der Regel vollständig ausgeschaltet werden. Die Wurzelbehandlung führt im Gegensatz gewöhnlich zu einer Abnahme von  Schmerzbeschwerden, da das vormals entzündete Zahnmark Beschwerden verursacht hat.

Ist der Zahn nach einer Wurzelbehandlung auch wirklich gesund?

Ziel der endodontischen Behandlung ist die vollständige Befreiung des Wurzelkanalsystems von infiziertem Gewebe und von Entzündungsvorgängen. Der tatsächliche Erfolg einer Wurzel-Behandlung ist über digitale Röntgenverfahren und den klinischen Befund zuverlässig kontrollierbar.


Viele Studien belegen, dass bei optimal wurzelbehandelten Zähnen die Infektionsquelle im Zahnbereich tatsächlich beseitigt ist. Es gibt sogar Untersuchungen, die zeigen, dass von alternativmedizinischer Seite als „Herd“ oder „Störfeld“ eingeschätzte Zähne nach der Wurzelbehandlung keine Störfelder in diesem Sinne mehr waren.

Was ist eine Wurzelfüllungsrevision?

Wurzelkanalbehandelte Zähne können grundsätzlich genauso lange wie nicht wurzelkanalbehandelte Zähne erhalten bleiben – im Idealfall also ein Leben lang. Da jedoch die Wurzelbehandlung mit Mikroskop eine der kompliziertesten zahnmedizinischen Eingriffe darstellt, ist es möglich, dass eine erste Wurzelkanalbehandlung in einigen Fällen noch nicht den gewünschten Erfolg erzielt. Um den betroffenen Zahn dennoch zu erhalten, kann eine erneute Wurzelkanalbehandlung, eine sogenannte „Wurzelfüllungsrevision“, durchgeführt werden.

Sinnvolle Gründe für eine Wurzelfüllungsrevision sind u.a.:

  • Enge oder gekrümmte Kanäle sind in der früheren Wurzelbehandlung nicht ausreichend gereinigt worden.
  • Komplizierte anatomische Strukturen des Wurzelkanalsystems wurden bei der ersten Behandlung nicht vollständig erreicht.
  • Die abdichtende Füllung oder Krone ist undicht geworden ist und es sind erneut Bakterien in das Wurzelkanalsystem gelangt.

Bei der Revisionsbehandlung erkennen wir unter dem Mikroskop oft, dass zusätzliche Wurzelkanäle oder Seitenkanäle bei der ersten Wurzelfüllung nicht behandelt worden waren, so dass sich eine Entzündung bilden konnte (Abbildung 1).Das Vorgehen bei der Wurzelfüllungsrevision ähnelt dem Ablauf einer Erstbehandlung.

Wurzelfüllungsrevision Abb.1

Der Zahn wir mittels des Kofferdams (einem elastischen Spanntuch) abgeschirmt und es wird ein Zugang zu den Wurzelkanälen geschaffen. Hierbei kann es notwendig sein, eine vorhandene Krone oder Brücke abzunehmen. Das vorhandene Füllmaterial in den Wurzelkanälen wird entfernt, dann erfolgt die erneute Säuberung des Wurzelkanalsystems (Abbildung 2).

Wurzelfüllungsrevision Abb.2

Die vollständige Reinigung und Aufbereitung aller Haupt- und Seitenkanäle und die anschließende Füllung mit einem plastischen, versiegelnden Material führen zur Abheilung der Entzündung Der Zugang zum Zahn wird mit einer dichten Füllung verschlossen und die Zahnkrone wieder aufgebaut (Abbildungen 3). Auch bei der Revisionsbehandlung gilt, dass Schmerzen bei der Behandlung durch eine angemessene Lokalanästhesie nahezu ausgeschlossen werden können.

Wurzelfüllungsrevision Abb.3

 

 

Was ist eine mikroendodontische Wurzelspitzenresektion?

In bestimmten Fällen kann die direkte operative Entfernung eines Entzündungsbereiches an der Wurzelspitze für die Erhaltung des Zahnes notwendig sein. Ein solcher Eingriff wird als Wurzelspitzenresektion (WSR) bezeichnet.

Eine endodontisch-mikrochirurgische Wurzelspitzenresektion unter dem OP-Mikroskop hat gegenüber einer herkömmlichen kieferchirurgischen WSR deutliche Vorteile. So entsteht etwa bei der mikroskop-gestützten Operation nur eine wenige Millimeter große Öffnung im Kieferknochen, welche schneller verheilen kann. Ebenso kann die Zahnwurzel besonders exakt präpariert werden, so dass mehr intakte Zahnsubstanz verbleibt.

Auch ist es möglich, bereits bei der WSR eine Wurzelfüllung von der Wurzelspitze aus durchzuführen.

Ablauf einer Wurzelspitzenresektion (WSR)

Während des Eingriffs löst der Zahnarzt zunächst das Zahnfleisch im Bereich der Wurzelspitze ab. Das ist notwendig, um an den darunterliegenden Knochen zu gelangen.

Es kann nun das erkennbar entzündete oder infizierte Gewebe im die Wurzelspitze des Zahnes herum exakt beseitigt werden. Das äußerste Ende der Wurzel, die Wurzelspitze, wird dabei ebenfalls entfernt (Abbildung 2).

Danach wird das Innere der Zahnwurzel von der Spitze aus gereinigt.

Das Dentalmikroskop stellt insbesondere hier sicher, dass möglicherweise zuvor unbehandelte anatomische Strukturen des Wurzelkanalsystems nun gefunden und gereinigt werden (Abbildung 3).

Um das Wurzelkanalsystem langfristig zu versiegeln, wird von der Wurzelspitze aus eine spezielle Füllung eingebracht.

Während der darauf folgenden Monate heilt die Knochensubstanz rund um das Wurzelende (Abbildung 4).

Wurzelspitzenresktion Abb. 1

Wurzelspitzenresktion Abb. 2

Wurzelspitzenresktion Abb. 3

Wurzelspitzenresktion Abb. 4

Was ist als Nothilfe bei einem Zahnunfall zu tun?

Versuchen Sie nach Möglichkeit in dieser unangenehmen Situation Ruhe zu bewahren.

Finden Sie den Zahn. Fassen Sie ihn am besten an der weißen Krone an und vermeiden es, ihn an der Wurzel anzufassen.  Ist der Zahn verschmutzt, so halten sie ihn ca. zehn Sekunden lang unter kaltes Wasser.

Falls es Ihnen möglich ist, versuchen Sie, den komletten Zahn  wieder im Kiefer zu platzieren. Beißen Sie vorsichtig auf ein Taschentuch, damit der Zahn in Position bleibt.

Ansonsten können Sie den Zahn z.B. in einem Glas Milch aufbewahren. Es gibt auch spezielle Zahnrettungsboxen ( leider sind diese im Notfall selten zur Hand ). Ist beides nicht vorhanden, können Sie den Zahn auch im Mund aufbewahren bzw. in einem mit Speichel gefüllten Gefäß oder Beutel.

Suchen Sie dann in Ruhe, aber zügig einen Zahnarzt für die weitere Behandlung auf. Diese sollte innerhalb vom 60 Minuten erfolgen

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